Brombeeren: Superfrüchte mit toller Wirkung

Brombeeren: Superfrüchte mit toller Wirkung

Brombeeren (und Himbeeren und Blaubeeren) sind reich an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen mit krebshemmender Wirkung – und jetzt ist Erntezeit

Super-Food mit Top CO2-Bilanz: frisch geerntete Brombeeren

Wer wie ich im Raum Leipzig wohnt, kommt derzeit an ihnen sowieso kaum vorbei: überall Brombeer-Berge (wie ich sie nenne) – vollbeladen mit ihren schwarzen Köstlichkeiten. Reife Brombeeren sind super saftig, schmecken süß-säuerlich und bezaubern mit ihrem intensiven Aroma. Den einen oder anderen Kratzer nehme ich dafür schonmal in Kauf.
Brombeeren verdanken ihre dunkle Farbe den tief dunkelroten Pflanzenfarbstoffen (Anthocyane), die es auch gesundheitlich in sich haben: Sie hemmen Bakterien, Viren und Pilze und lindern Entzündungen.

Brombeeren sind schwarze Vitaminbomben. Ihr Gehalt an Provitamin A (wichtig für den Sehprozess), Vitamin C und E (Zellschutz) und auch die Vitamine aus der B-Gruppe sind reichlich enthalten. Der Gehalt an Mineralien ist ebenfalls hoch. Dank ihres Ballaststoffanteils können Brombeeren die Verdauung anregen. 100 g Brombeeren haben grad mal 30 kcal, kein Fett und kaum Eiweiß oder Kohlenhydrate.

Eine gesunde Ernährung – auch begleitend zu einer Krebsbehandlung – sollte idealerweise auch Beeren aller Art enthalten. Die Inhaltsstoffe mit krebshemmendem Potenzial heissen: Ellagsäure, Anthocyanidine, Proanthocyanidine. Wer mehr darüber wissen möchte, sollte das Buch „Krebszellen mögen keine Himbeeren“ lesen.

Aber Vorsicht: Brombeeren sind sehr empfindliche Früchte und verderben schnell. Auch im Kühlschrank sind sie nur ein bis zwei Tage lang haltbar. Am besten also gleich die Ernte mit einem schönen Spaziergang verbinden und immer nach Bedarf pflücken. Ein paar Gartenhandschuhe können da übrigens sehr hilfreich sein (warum hängen die schönsten Beeren immer ganz oben und ganz hinten…)

Das könnt ihr alles mit Brombeeren anstellen:

  • einfach pur essen
  • ins Müsli geben
  • in Smoothies (ergibt ne coole lila Farbe)
  • als Zutat im Obstsalat
  • Quark- und Joghurtspeisen
  • Brombeer-Marmelade
  • Eiscreme oder Frozen Yoghurt
  • einfrieren für später
  • Fruchtschnitten herstellen (eins meiner nächsten Projekte)
  • für Tee-Mischungen: dazu im Frühjahr bis Frühsommer die neuen Blätter und Triebe abschneiden und trocknen

Anthocyane gegen Krebs?

Ich möchte hier noch einen Ausschnitt einer sehr interessanten Seite mit vielen zusätzlichen Informationen zitieren:

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/anthocyane-ia.html »

Anthocyane beschleunigen Krebszellen-Tod

In Gegenwart einer Entzündung erzeugen bestimmte Zellen Onkogene. Dabei handelt es sich um Gene, welche die Reproduktion von Krebszellen veranlassen.

Je schneller die Bildung von Onkogenen voran schreitet, desto schneller kann der Krebs wachsen. Die körpereigene natürliche Abwehr gegen Krebs ist der „programmierte Zelltod“ (Apoptose).

Anthocyane können nun nicht nur jene entzündlichen Prozesse mildern, in deren Verlauf Onkogene gebildet werden, sondern gleichzeitig die Apoptose von Krebszellen aktivieren.

Anthocyane mildern Krebs

Krebszellen befinden sich typischerweise in einem so genannten „undifferenzierten“ Zustand, wenn sie gebildet werden. Sie erfüllen also keine bestimmte Funktion bzw. haben keine spezifischen Eigenschaften inne wie beispielsweise eine gesunde Leber- oder Hautzelle.

In Studien wurde nun gezeigt, dass das Anthocyan Cyanidin-3-Glucosid (C3G) eine normale Differenzierung gewisser Krebszellen herbeiführt, wie zum Beispiel bei Melanomzellen (Hautkrebszellen). Differenzierte Krebszellen jedoch sind weitaus weniger gefährlich als undifferenzierte Krebszellen, so dass Anthocyane ganz offenbar die Schwere einer Krebserkrankung reduzieren können.

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