Heilkräuter-Tee aus Schafgarbe und Salbei

Heilkräuter-Tee aus Schafgarbe und Salbei

„Wie kann ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?“

Dieses medizinische Sprüchlein stammt aus einer der wichtigsten medizinischen Lehranstalten im Mittelalter (in Salerno) und zeigt, für wie wichtig Salbei damals schon gehalten wurde. Auch die Schafgarbe ist eine Heilpflanze mit langer Geschichte und wurde schon von Maria Treben eingesetzt.
Salbei wird gerne bei erkältungsbedingten Halsschmerzen oder Entzündungen der Mundschleimhaut eingesetzt, die Schafgarbe wirkt beruhigend auf Magen und Darm. Aus beiden Heilpflanzen zusammen mache ich mir täglich eine Kanne „Heilkräuter-Tee“.

Schafgarbe (Achillea millefolium)


„Garbe“ selber bedeutet „die Heilende“. Der andere Teil der Bezeichnung kommt von der Liebe der Schafe zu dieser außergewöhnlichen Pflanze.
Viele Beschwerden und Krankheiten werden durch die krampflösende, entzündungshemmende, blutstillende und antibakterielle Wirkung positiv beeinflusst. Außerdem regt sie die Produktion von Speichel und Galle und damit den Appetit an. Schafgarbe kann sowohl innerlich als auch äußerlich genutzt werden. Ebenso wirkt sie beruhigend (auch auf die Psyche). Es gibt noch sehr vieles über die Schafgarbe zu erzählen, was hier den Rahmen sprengen würde. Viele weitere Informationen über dieses wunderbare Heilkräutlein findet ihr auf dieser ausführlichen Seite… Es lohnt sich, mal reinzuschauen.
https://schafgarben.info »

Salbei (Salvia officinalis)


Salvia stammt vom lateinischen Wort „Salvare“ stammt und bedeutet „Heilen“.
Der Salbei ist eine vielseitige Heilpflanze. Er hat eine starke antibakterielle, pilzfeindliche, zusammenziehende und schweisshemmende Wirkung. Seine antibiotischen Eigenschaften helfen gut gegen Entzündungen der Schleimhäute und Magen-Darmbeschwerden, weshalb er zum Trinken oder Gurgeln bestens geeignet ist. Ich selbst kaue mehrmals täglich frisch gezupfte Salbeiblätter gut durch (mein Salbeistrauch sieht schon reichlich angeknabbert aus). An den etwas bitteren Geschmack gewöhnt man sich schnell. Bisher habe ich keinerlei Probleme mit der Mundschleimhaut…
Auch über Salbei kann man noch viel mehr zu erzählen, aber es gibt bereits genug Info-Webseiten dazu (einfach mal googlen), z.B. diese hier:
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/salbei.htm »

Mein Salbei-Schafgarbe-Tee

Im Moment blüht die Schafgarbe und ist auf vielen sonnigen mageren Wiesen und Wegesrändern leicht zu finden. Beliebte Hundestrecken solltet ihr beim Sammeln natürlich meiden. Am besten erntet man die weißen oder rosafarbenen Blüten der Schafgarbe mittags an einem sonnigen Tag, da dann der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist.
Salbei findet man in unseren Breitengraden nicht in der freien Natur. Doch er wächst im Garten oder im Kübel (mit Winterschutz) ganz ordentlich. Man kann ihn natürlich auch getrocknet in der Apotheke kaufen.
Bei beiden Pflanzen kann man wahlweise frische oder getrocknete Blätter bzw. Blüten verwenden. Tipp: Bei frisch geernteten Kräutern für den Tee immer die doppelte Menge verwenden!

So koche ich meinen Tee:

  • je ca. 1-2 EL getrocknete Schafgarbe und Salbei bereitstellen
  • 1 Liter Wasser kochen und etwas abkühlen lassen
  • Tee aufgießen und abgedeckt 5-10 min. ziehen lassen
  • Nach Lust und Laune mit (Bio-)Zitrone und Honig abschmecken

Zur Abwechslung kann man natürlich auch einen reinen Salbei- oder Schafgarbentee machen. Oder, auch lecker: noch einen Stengel Minze dazugeben, dann schmeckt’s noch frischer. Bitte beachtet, dass der Tee vor der Zugabe des Honigs auf mindestens 60°C abgekühlt sein sollte, da sonst die guten Inhaltsstoffe des Honigs schwinden…


Heilkräuter-Gedicht

aus der Feder meiner Mutter, schon in den 80er Jahren anlässlich einer Kräuter­wanderung geschrieben und jetzt für meinen Blog mal wieder hervorgeholt 🙂

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Heilkräuter

Mit einer Brennnessel-Kur zur Frühlingszeit
bist du gegen viele Krankheiten gefeit.

Mischst du Salbei in den Tee,
dann tut dir der Hals nicht weh.

Wenn man Löwenzahnstiele kaut,
die Galle alles gut verdaut.

Gibst du Spitzwegerich in den Tee hinein,
wird er lösen deinen Hustenschleim.

Schon Ende März kannst du Huflattich finden,
so wird dein Husten auch verschwinden.

Legst du Pestwurz in die Schuhe,
haben müde Füße Ruhe.

Mit Beifuß in dem Gänsebraten
bist du immer wohlberaten.

Bist du aufgeregt und mitgenommen:
lässt Melisse dich zur Ruhe kommen.

Musst du mit Grippe das Bett hüten,
hilft dir Tee mit Lindenblüten.

Kannst du nicht schlafen in der Nacht,
kommen Hopfenblüten in Betracht.

Kaufe nicht gleich teure Pillen,
auch die Natur hilft gegen die Bazillen.

Geh hinaus in Wald und Feld:
Tausend Kräutlein hat die Welt.

In diesem Sinne: Wohl bekomm’s

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