Karotten-Ingwer-Kokos-Suppe: Antikrebs-Küche mit Beta-Carotin

Karotten-Ingwer-Kokos-Suppe: Antikrebs-Küche mit Beta-Carotin

Fruchtig, exotisch, schnell gekocht – und super gesund!

Das ist seit Jahren eins meiner Favoriten-Süppchen, welches ich euch heute vorstellen möchte. Da meine Mutter gerade zu Besuch ist (und sich des immens großen Bügelberges angenommen hat), habe ich ihr aus purer Dankbarkeit diese ausgesprochen schmackhafte Suppe gekocht und dabei bemerkt, wie gesund und damit perfekt für meinen Blog sie ist.

Wie in vielen von meinen Rezepten verwende ich auch hier Ingwer und Kurkuma – beides totale „Superfoods“ für’s Immunsystem. Letzterer gibt der Suppe die intensive Farbe.
Aber der Hauptdarsteller hier ist definitiv die Karotte. Und es gibt viele gute Gründe, warum dieses Gemüse ruhig öfters auf bzw. in eurem Teller landen sollte… Bei meiner Recherche, was die Karotte eigentlich für uns und unsere Gesundheit tun kann, bin ich wieder mal platt gewesen!


Hier kommt erstmal das Rezept…

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 500 g (Bio) Karotten
  • 1 Schuss Weißwein (optional)
  • 100 ml Orangensaft (möglichst Direktsaft)
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 500 ml Kokosmilch
  • 1 TL Ingwer, frisch gerieben
  • 1 TL Honig (vegan: Agavendicksaft)
  • 1 TL Curry
  • 1 TL Kurkuma (oder mehr, wer mag)
  • 1/2 TL Currypaste
  • Olivenöl zum Anbraten
  • evtl. Salz
  • optional: Shrimps als Suppeneinlage

Zwiebel in kleine Würfel schneiden, Karotten in dünne Scheiben. Dann Zwiebel in heißem Olivenöl anbraten, danach die Karotten dazugeben und kurz mitrösten. Currypulver, Kurkuma und Honig hinzufügen und die Möhren-Zwiebel-Mischung schön karamelisieren lassen (duftet!). Mit einem guten Schuss Weißwein oder Orangensaft ablöschen und so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verkocht ist. Orangensaft, Ingwer und Gemüsebrühe dazugeben und ca. 20-30 Minuten köcheln lassen, bis die Karotten weich sind. Dann die Kokosmilch und die Currypaste zufügen, umrühren und noch kurz aufkochen lassen. Mit dem Pürierstab alles gut pürieren und mit Salz abschmecken.
Tipp: Die Menge der Currypaste könnt ihr natürlich erhöhen oder ganz weglassen, wer es nicht mag… Ich habe hier eine kleinere Menge angegeben, was auch Kinder noch gut abkönnen 😉

Zum Anrichten die Shrimps (wer will) in die Teller geben und die Suppe darauf füllen. Dazu schmeckt (Vollkorn)-Ciabatta gut.

Wer es schärfer mag, kann auch jetzt noch Currypaste zugeben.

Beta-Carotin: Schutz vor Krebserkrankungen

An erster Stelle steht bei Karotten natürlich der hohe Carotingehalt, dem die Möhren auch ihre typische Farbe verdanken. Unter allen Gemüsearten haben Möhren am meisten Carotin, das darin sowohl in Form von Alpha- als auch Beta-Carotin vorkommt.
Beta-Carotin ist eine Vorstufe (Pro-Vitamin) von Vitamin A, das vom Körper u.a. für eine gut funktionierende Immunabwehr benötigt wird. Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und ist wichtig für unsere Sehkraft und das Zellwachstum, vor allem was den Aufbau von Haut und Schleimhäuten betrifft. Beispielsweise im Magen, wo es die Magenschleimhautbildung anregt. Daher verringert der regelmässige Verzehr von Vitamin A-, Alpha-Carotin- und Beta-Carotin-reichen Lebensmitteln das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken.
Aufgrund seines grossen antioxidativen Potentials kann Beta-Carotin bzw. das daraus gebildete Vitamin A auch vor anderen Krebserkrankungen schützen, wie beispielsweise vor Speiseröhrenkrebs, Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs, Eierstockkrebs und Gebärmutterhalskrebs.
Ein weiterer positiver Effekt von Vitamin A: es erhöht die Anzahl der Leukozyten – Yeah!

Ebenso enthalten Karotten Falcarinol, ein Antioxidans, das Anti-Krebs-Eigenschaften besitzt. Das haben britische Wissenschaftler in Experimenten an Ratten nachgewiesen. Diese Substanz ist ein natürliches Pestizid und schützt die Möhren gewöhnlich vor einem Pilzbefall.

Die besten Beta-Carotin-Quellen

Außer natürlich in Karotten ist in folgende Lebensmitteln eine beachtliche Menge an Beta-Carotin zu finden: Süsskartoffeln, Kürbisse, Rote Bete, Tomaten, Paprika, Aprikosen, Mangos, Papayas und Melonen. Erstaunlicherweise auch in dunkelgrünem Blattgemüse wie Spinat, Grünkohl, Brokkoli – obwohl sie gar nicht orange sind. Der hohe Chlorophyllgehalt überwiegt die gelbe oder orangene Farbe der Carotinoide.

…und noch mehr gute Sachen

Weiterhin enthalten Karotten beispielsweise einige Vitamine der B-Gruppe (B6, B1 und B2), das für unsere Abwehrkräfte wichtige Vitamin C und auch reichlich vom Radikalfänger Vitamin E.

Außerdem ist das orange Gemüse reich an verschiedenen Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink.

Über den Tellerrand geschaut:
Vitamin A zur Krebsheilung? Lest selbst:

Vitamin A kann also die Entartung gesunder Zellen hemmen. Aber ist es möglicherweise gar an der Rückbildung krebsartiger Zellen beteiligt? Dazu könnt ihr hier die hochinteressante Geschichte von Ann Cameron sowie viele weitere interessante Fakten über die so unscheinbare Karotte nachlesen:

Wie Kinderbuchautorin Ann Cameron ihren Krebs mit Karottensaft besiegte »

2 Replies to “Karotten-Ingwer-Kokos-Suppe: Antikrebs-Küche mit Beta-Carotin”

  1. Eben entdeckt und in mein Kochbuch aufgenommen!
    Obwohl es meinem Kürbissuppenrezept sehr ähnlich ist, lohnt es, mit diesen Zutaten zu variieren.
    Liebe Grüße
    Renate

  2. Liebe Renate,
    das ist eine super Idee, die Suppe auch mit Kürbis zu versuchen. Bin auch ein großer Kürbissuppen-Fan – mein Lieblingsrezept dafür stelle ich auch noch in den Blog.
    Liebe Grüße zurück von Jana

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.