Möhren-Apfel-Salat nach „Omi“-Art

Möhren-Apfel-Salat nach „Omi“-Art

Ein Rohkost-Salat, der für mich immer nach Kindheit schmeckt und jetzt wieder hoch im Kurs steht.

Aus „Großmutters Küche“… Mit selbst angebauten Bio-Möhren wohl am gesündesten (aber wer hat die schon)

Wieso hab ich den eigentlich so lange nicht gemacht? Hm… Diesen Salat gab es gefühlt IMMER als Vorspeise bei meinen Großeltern (die übrigens beide über 80 wurden). Einzige Veränderung, die ich vorgenommen habe: ein bisschen gutes Öl kommt noch dazu. Dass Vitamin A und Beta-Carotin fettlöslich sind, wusste man früher wahrscheinlich noch nicht…

Der schnell gemachte Salat eignet sich gut für zwischendurch oder als Rohkost-Beilage zu einem sonst eher vitaminarmen Essen wie Quarkkeulchen, Eierkuchen und ähnlichen bei Kindern sehr beliebten Gerichten (in dem Fall kann man weniger Öl nehmen). Irgendwie muss man ja das Gesunde „druntermogeln“ 😉

Man nehme für ca. 3-4 Portionen:

  • 3 Möhren
  • 2 Äpfel
  • 2 EL Rosinen, ungeschwefelt
  • ein Schuss Zitronensaft
  • 1-2 EL kaltgepresstes Öl

Nicht-Bio-Möhren schälen, sonst nur sehr gründlich abschrubben und kleinraspeln. Den gewaschenen Äpfeln mit dem Apfelausstecher ein Loch in den Bauch verpassen und mit der etwas gröberen Seite der Vierkantreibe reiben. Zitronensaft, Öl und Rosinen dazugeben, umrühren, fertig.


Süßlich, knackig und hübsch orange: Möhren sind auch roh gegessen einfach toll. Auf längeren Autofahrten bei uns auch immer der Knaller: zu handlichen Sticks als Fingerfood geschnitten. Macht keine Klebehände, aber der Mund ist beschäftigt.

Alle guten gesunden Inhaltsstoffe von Möhren beziehungsweise Karotten habe ich unter dem Rezept Karotten-Ingwer-Kokossuppe zusammengestellt.

Übrigens, ganz interessant: Wie dieses Gemüse nun tatsächlich genannt wird, hängt vom Wohnort ab. Wer im Norden Deutschlands lebt, sagt eher Mohrrübe oder auch nur Wurzel. In Mitteldeuschland ist es die Möhre und in südlicheren Bundesländern die Karotte oder „Gelbe Ruam“ (Rübe).

In letzter Zeit findet man auch immer wieder lilafarbene Möhren, sogenannte Urmöhren, im Handel. Klingt nach guter alter Sorte mit vielen guten und nicht herausgezüchteten Inhaltsstoffen. Leider ist das nicht in jedem Fall so:

Quelle: http://www.garten-des-lebens.de/die-falsche-urmoehre/ »

Neben “Purple Haze” sind in den letzten Jahren verschiedene Sorten weißer und gelber bzw. bunter Möhrenmischungen auf den Markt gekommen. Doch auch sie sind in der Regel F1-Hybride, also mit ihren Eigenschaften nicht vermehrbar. Wie schon Pflanzengenetiker Bob Brac de la Perrière im Film die Saatgutretter anmerkt: “… Die Saatgutindustrie hat begriffen, dass sich die Verbraucher wieder für alte Sorten begeistern und züchten nun unechte alte Sorten. Es sind Hybride und sie benennen sie mit Namen von alten Sorten. Aber die echten alten Sorten gibt es kaum mehr …”


Für alle Interessierten: schaut euch mal diese Arte-Dokumentation über die großen Saatgut-Hersteller und die guten alten fast ausgestorbenen Sorten an. Regt zum Nachdenken über Bio-Diversität an…

Film – Die Saatgut Retter

One Reply to “Möhren-Apfel-Salat nach „Omi“-Art”

  1. Stimmt. Klingt und schmeckt nach Kindheit, kam aber auch oft auf den Tisch in Ermangelung anderer Gemüsesorten, die wir erst, aber Gott sei Dank endlich (!!!), nach der Wende kennenlernen durften.
    Wir haben auch des Öfteren frisches Sauerkraut klein geschnitten und drunter gemischt, mag aber vielleicht nicht jeder.
    Auf alle Fälle schmeckt dieser Salat mit und ohne Kraut, macht lange satt und ist, wie von Jana beschrieben, sehr gesund!
    Einfach nachmachen – rät
    Renate

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.