Echte Vanille vs. „naturidentisches“ Vanillin – ein erschreckender Vergleich

Echte Vanille vs. „naturidentisches“ Vanillin – ein erschreckender Vergleich

Der synthethisch hergestellte Aromastoff steht unter Verdacht, krebserregend zu sein. Wer wusste es?

Die Weihnachtszeit steht bald vor der Tür… und mit ihr zusammen wieder der Genuss von jeder Menge Vanillekipferl und sonstigen Leckereien, die aromatische Vanille enthalten (so denken wir jedenfalls).

Echte Vanille gibt Speisen nicht nur ihr feines Aroma, sondern stellt auch ein Gesundheits-Plus dar und war in früheren Zeiten ein begehrtes Heil- und Arzneimittel. Ihre pilztötenden, antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften können zum Beispiel bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis hilfreich sein. Antioxidative Substanzen können die DNA unserer Zellen schützen und somit Krebs vorbeugen können.

Nun ist aber Vanille nach Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt, da der Anbau und die Verarbeitung der Orchideen-Frucht sehr aufwendig ist. Die Nachfrage ist im Gegenzug jedoch enorm hoch, sodass die Lebensmittelindustrie gern auf synthetisch hergestelltes Vanillin (z. B. Ethylvanillin) zurückgreift.
Können wir da nicht eigentlich froh sein, daß wir solch einen Aromastoff selbst in Deutschland billig herstellen, ohne den Vanillestrauch auszurotten ?

Synthetisches Vanillin – ein Nervengift?

Vanillin kann biotechnologisch aus Schimmelpilzen und Bakterien der Ferulasäure herstellt werden, die man aus Nelkenöl gewinnt. Dies nennt sich dann „natürliches Vanillin“.

Der Großteil des synthetischen Vanillins jedoch wird aus Lignin, ein Abfallstoff bei der Zellstoffherstellung (Sulfitabfälle), produziert. Dies kommt unter dem Begriff „naturidentisches Vanillin“ zum Einsatz. Und dieses sogenannte Ethylvanillin sehen manche Gesundheitsexperten sehr kritisch.

Künstlich hergestelltes Vanillin gilt laut „Beratergremium für umweltrelevante Altstoffe“ (BUA) der Gesellschaft Deutscher Chemiker mit der höchsten Gefährdungsstufe +3 als

  • krebserzeugend
  • mutagen
  • DNS-Schäden verursachend
  • Chromosomen verändernd


Weitere Auswirkungen von Vanillin auf den Organismus sind:

  • Durch den Verzehr von synthetischem Vanillin nehmen die Konzentrationsfähigkeit ab und die Nervosität zu.
  • Bemerkenswert ist auch die Appetit steigernde Wirkung, die bis zu einem regelrechten Fressrausch führen kann. Denn durch Vanillin werden manche Nahrungsmittel erst geniessbar, und zwar so sehr, dass man mit dem Essen gar nicht mehr aufhören mag.
  • Sehr weisses Mehl (Type 405) zum Beispiel ist ohne Aromatisierung kaum zu geniessen. Vanillin überdeckt den muffigen Geschmack von altem Mehl oder anderen Zutaten mit minderer Qualität.
  • Ohne Vanillinzucker im Gebäck ist man schneller satt. Allein der Geruch nach Vanille ist schon appetitanregend und lässt einem das Wasser im Mund zusammen laufen.
  • In der Tierhaltung werden solche Appetitanreger im Kraftfutter zum Mästen der Nutztiere zugesetzt.

Quelle und mehr Infos: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/vanillin-ia.html »



Ein Aromastoff, der also in einer höchsten Gefährdungsstufe kategorisiert ist und außerdem an Masttiere verfüttert wird, kommt tonnenweise in zahlreichen industriell hergestellten Lebensmitteln zum Einsatz? Wie bitte?!!! Gut, man könnte ja einwenden, die Dosis macht das Gift. Aber bei einer Ernährungsweise voller verarbeiteter Lebensmittel wird sich im Laufe der Zeit einiges summieren… steckt dieses künstliche Aroma doch in großen Mengen in Backwaren, Süßigkeiten, Milchprodukten, Eis und natürlich auch in Babykeksen und anderen Kindernahrungsmitteln!
Und es wird noch mehr getrickst: Auch die schwarzen Pünktchen in einem Vanille-Eis zum Beispiel sind kein Beweis dafür, dass das Produkt mit echter Vanille hergestellt wurde, sondern soll oft Menschen, die Wert auf die Natürlichkeit ihrer Lebensmittel Wert legen, an der Nase herumführen.

Mein Fazit: Die Zutatenliste auf den Verpackungen genau studieren oder nachfragen (zum Beispiel beim Bäcker)! Noch besser, aber natürlich nicht immer umsetzbar: das Essen selbst zubereiten und dabei echte Vanille verwenden. Man muss dazu auch nicht unbedingt die Vanilleschoten kaufen und umständlich auskratzen, es gibt tolle gemahlene Vanille in Bio-Qualität zu kaufen.

Ich für meinen Teil verzichte gern auf Sulfitabfälle im Essen, die in bestimmten Dosen als krebserregend, erbgutverändernd und appetitsteigernd gelten und nervös machen.

Wer auch darauf verzichten möchte, sollte auf folgende Kennzeichnung achten:

Vanilleextrakt
100% aus Vanilleschoten
Bourbon-Vanille
Vanilleschoten stammen von den sog. „Vanille-Inseln“ (Réunion, Mauritius, Madagaskar, Komoren und Seychellen)
Natürliches Vanillearoma
Aromabestandteil besteht zu mindestens 95% aus Vanille; Zusatz von höchstens 5% natürlicher Aromen zur Standardisierung oder Nuancierung
Natürliches Vanillearoma mit anderen natürlichen Aromen
„teilweise“ natürliches Vanillearoma bzw. -Vanilleextrakte; Zusatz weiterer natürlicher Aromastoffe, Aromen; Geruch und Geschmack der Vanillebestandteile müssen leicht erkennbar sein
Natürliches Aroma (Typ Vanille)
Natürliche Aromastoffe (Vanillin), auch andere natürliche Aromastoffe
Vanillearoma, Aroma
Synthetisches Vanillin, Ethylvanillin und andere Aromastoffe
Quelle und mehr Infos: http://www.lebensmittel.org/aktuelles/monatsartikel/475-monatsartikel41.html »

3 Replies to “Echte Vanille vs. „naturidentisches“ Vanillin – ein erschreckender Vergleich”

  1. Iiiiiii das ist ja widerlich.
    Dabei ist eigener Vanillezucker so einfach herzustellen. Eine (gerne auch schon ausgekratzte) Vanilleschote in 200 g Zucker gesteckt. Innerhalb einer Woche hat der ganze Zucker das köstliche Vanillearoma angenommen.
    Das steht bei uns immer im Schrank.
    Danke für die Bestätigung😊
    Liebe Grüße Ines

  2. Vanilleschote in einem Einweckglas voller Zucker – so kenne ich das seit meiner Kindheit.
    Und so mache ich es heute noch! Ein herrlicher Duft!
    Viele Grüße
    Renate

  3. Ja, genau. Vanilleschote mit Zucker im Glas kenne ich auch schon von meiner Mutti. Ich war einfach zu unwissend und habe in den letzten Jahren fertigen Vanillezucker gekauft. Nach diesem interessanten Beitrag werde ich ganz schnell wieder zu selbst hergestelltem Vanillezucker greifen. Das mache ich übrigens auch mit Zitronenschale: von Bio-Zitronen die Schale abreiben und mit Zucker in einem Glas mischen. Den Zitronensaft friere ich in Eiswürfelbehältern ein.
    Danke für die Aufklärung und viele Grüße von Gisela

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